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Rollrasenpflege im Herbst

Wenn sich draußen die Blätter färben und so langsam von Baum und Strauch fallen, beginnt auch für unseren robusten Rollrasen eine harte Zeit. Um ihn gut über Herbst und Winter zu bringen, müssen wir aktive Hilfestellung leisten. Das ist die Zeit, in der die ganze Natur in den Sparmodus wechselt. Das gilt auch für unseren Rasen. Um auch im nächsten Jahr eine schöne dichte Grasdecke zu haben, müssen wir den Rasen gut auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.

Rollrasen im Herbst düngen – aber nicht zuviel.

Durch die kurzen Tage im Herbst hat es der Rollrasen schwer, noch genügend Licht und Wärme zu tanken. Gleichzeitig schafft es die Sonne immer seltener, die Feuchtigkeit, die durch Regen oder Tau entsteht, ausreichend zu trocknen. Damit sind leider hervorragende Voraussetzungen für Erkrankungen des Rasens geschaffen. Im Frühjahr macht sich das dann durch kahle Stellen oder Löcher bemerkbar. Idealerweise sollte der Rasen im Herbst deshalb mit einer zusätzlichen Portion Dünger verwöhnt werden. Am besten eignet sich ein organisch-mineralischer Langzeitdünger. Zu beachten ist dabei, dass die Stickstoffmenge von 7 g/m² in etwa eingehalten werden sollte. Wird die Menge weit unterschritten, bekommt der Rasen zu wenig Nährstoffe. Genauso schädlich ist aber auch ein Überdüngen im Herbst. Eine hohe Stickstoffmenge verhilft dem Rasen zu mehr Wachstum. Aber genau das sollte im Herbst, wenn sich der erste Frost ankündigt, auf jeden Fall vermieden werden. Ein frischer Rollrasen ist für seine erste Saison mit der richtigen Düngermenge versehen worden und wird die kalte Jahreszeit bedeutend besser überstehen als ein frisch ausgesäter Rasen.

Den Rollrasen mähen und herunterfallendes Laub und Rasenschnitt auf jeden Fall vom Rollrasen entfernen.

Ein weiteres Problem für Rollrasen, und noch mehr für jeden anderen Rasen, ist das herabfallende Herbstlaub. Es behindert den Rasen nicht nur bei der Lichtaufnahme und der benötigten Lüftung, sondern das Laub bietet Pilzen und anderen Schädlingen hervorragende Lebensbedingungen. Überall dort, wo das Laub ungehindert auf dem Rollrasen liegen bleiben darf, kann das im nächsten Jahr zu einem unschönen Aussehen kommen. Im Herbst sollte das Laub auf jeden Fall kräftig abgeharkt werden, um nicht nur das Laub zu entfernen, sondern den Rasen noch einmal gut zu durchlüften. Selbst ein frischer Rollrasen darf mit der Harke bearbeitet werden.

Gartenbesitzer sind sich oft nicht sicher, ob sie ihren Rasen im Herbst noch einmal mähen sollen oder ob es besser ist, ihn ein bisschen länger zu lassen. Generell gilt, dass der Rasen so lange gemäht werden sollte, wie er auch wächst. Das ist in der Regel bis der erste Frost kommt. Am besten ist es, ihn regelmäßig auf eine Schnitthöhe von 4 bis höchstens 5 cm zu kürzen. Der Rasenschnitt sollte jetzt auf keinen Fall mehr liegen bleiben, weil er nicht mehr verrotten kann und auf den Rasen genau so wirkt wie liegen gebliebenes Laub. Werden Rasenschnitt und Laub im Herbst nicht entfernt, kann das zu verstärktem Mooswuchs und sogar zu sogenanntem Schneeschimmel führen. Beim Schneeschimmel handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die nur in der kalten Jahreszeit sichtbar ist. Steigen die Temperaturen wieder auf über 10 Grad an, verschwindet der Pilz und lässt hässliche Flecken auf dem Rasen zurück.

Vertikutieren im Frühjahr und im Herbst.

Der Vertikutierer sollte ebenfalls im Herbst noch einmal eingesetzt werden. Allerdings dürfen dafür die Temperaturen noch nicht zu kalt sein, damit der Rasen noch genügend Zeit hat, sich wieder zu regenerieren. Am besten ist es, den Vertikutierer höchstens zweimal im Jahr zu verwenden, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Häufiger ist selbst bei einem stark von Moos befallenem Rasen nicht notwendig. Wichtig beim Vertikutieren ist, den Boden nicht zu tief zu bearbeiten. Es ist nicht notwendig, übermäßig viel Kraft aufzuwenden, denn es soll lediglich das Wurzelwerk angeritzt werden. Zuerst vertikutiert man den Rasen komplett in eine Richtung und dann noch einmal quer dazu. Das Anritzen sorgt dafür, dass die Wurzeln kräftiger austreiben und damit der Rasen verdichtet wird.

Immer noch schwören viele Gartenbesitzer darauf, auf den gelockerten Boden Sand zu streuen. Fachleute empfehlen das nicht, denn was eigentlich als Hilfe für den Rasen gedacht ist, hält lange die Feuchtigkeit im Rasen und verhilft somit dem Moos zu hervorragenden Wachstumsbedingungen. Viel besser ist es, dem frisch vertikutierten Rasen eine Extraration Kalk zu verabreichen. Durch den Kalk wird der pH-Wert des Bodens verändert. Die Säure, die von den Moosen so geliebt wird, wird dem Boden entzogen. Bestens geeignet ist Grünkalk. Dieser Kalk enthält neben den Nährstoffen auch eine gewisse Menge Magnesium. Das Magnesium ist an der Bildung des Chlorophylls beteiligt und sorgt damit für ein schönes, sattes Grün im kommenden Frühjahr.

Der erste Frost.

Wenn es möglich ist, sollte der Rollrasen bei Frost nicht mehr betreten werden. Die Spitzen können dann leicht abbrechen, ohne sich wieder zu erholen. Bei Frost werden die Enden dann braun und sie bieten den Krankheitserregern hervorragende Eintrittsstellen.

 

Mit der richtigen Pflege haben Sie mit ihrem hochwertigen Rollrasen ein Produkt, an dem sie viele Jahre Freude haben werden.